Paneltüren für den Kleiderschrank

Nachdem wir den Korpus und den Faceframe unsere großen Schranks fertig gebaut haben, fehlen natürlich noch die Türen, eine große zentrale Schublade und die Einlegeböden.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie wir unsere Paneltüren gebaut haben. Nach dem selben Prinzip haben wir alle Türen und Klappen im Van gebaut.

 

 

 

 

 

Panel-Türen

Wir haben uns ja dafür entschieden, alle Möbel im sog. Shaker-Style zu bauen. Das bedeutet für alle Türe und Schubladen, dass sie ein eingesetztes Panel haben.

Wir haben uns dafür entschieden alle Türen aus MDF zu bauen. Das hat den Vorteil, dass es eine sehr glatte Oberfläche hat, die optimal zu lackieren ist. Außerdem ist es sehr günstig zu bekommen und in der entsprechenden Dicke auch ausreichend steif, dass sich die Türen nicht durchbiegen beim Reindrücken (alle Türen und werden nämlich mich Druck-Schnappverschlüssen gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert).

Wir verwenden für den Rahmen 18mm dickes MDF (genauso dick, wie der Faceframe. Das ist wichtig, damit die Türen später perfekt im Rahmen sitzen). Das Panel ist 4mm dick.

Zunächst haben wir die Ausschnitte der Türen ausgemessen und von diesen Maßen jeweils 4mm abgezogen. Dadurch entstehen rundherum eine gleichmäßige Fuge, die benötigt wird, damit sich die Türen ohne Probleme öffnen und schließen lassen.

Anschließend schneiden wir auf der Tischkreissäge die MDF-Platte in 4cm breite Streifen. Benutzt hier einen Schiebestab für solche schmalen Schnitte, eure Finger braucht ihr noch…

Diese Streifen werden dann entsprechend auf die notierten Maße gekürzt. Als nächstes fräsen wir mit einem Nutfräder eine 4mm Nut mittig in die Seite der einzelnen Streifen. Dort wird später das Panel eingesetzt. Das Panel sollte einige mm kürzer und schmaler sein, als Doras lichte Maß zwischen den Nuten. Dadurch kann es sich frei bewegen, es wird auch nicht in die Nut verleimt.

Zusammengefügt werden die Streifen mit Taschenlöchern. Dafür bekommen die 2 Querteile jeweils links und rechts Taschenlöcher, zusätzlich verleimen wir die Stirnflächen natürlich noch.

 

Damit auch alles rechtwinklig wird, nehmen wir einen Winkel zur Hilfe. zuerst die Beiden langen Seiten und 1 kurze Seite verbinden. Dann lässt sich das Panel einfach von Oben einschieben und dann noch den letzten oberen Streifen verschrauben. Fertig ist die Tür. Die Taschenlöcher verschließen wir ganz einfach in mehreren Schichten mit Holzspachtel.

Vor dem nächsten Schritt solltet ihr erstmal alles „trocken“ einpassen.

Gegebenenfalls sind nämlich einige Feinabstimmungen notwendig, da nicht alles immer zu 100% rechtwinklig ist. Wir haben die Türen mehrfach in den Rahmen eingesetzt und mit Karten geschaut, dass wir ringsherum die gleiche Fuge haben.

Je genauer ihr arbeitet, desto einfacher wird die Feinabstimmung. Türen in diesem Stil sind grundsätzlich deutlich aufwändiger, als normale überlappende Türen. Lasst euch also nicht entmutigen, wenn es mal etwas länger dauert. Hinterher sieht es einfach richtig gut aus.

Scharniere und Verschlüsse montieren

Als nächstes müssen wir die Scharniere und die Verschlüsse montieren.

Für die Scharniere benötigen wir einen entsprechend großen Forstnerbohrer ( unsere Topfscharniere haben 35mm). Besonders bei den Topfscharnieren lohnt es sich etwas mehr in hochwertige zu investieren. Die sind nicht nur deutlich stabiler, sondern lassen sich auch sehr gut einstellen.

Am besten kauft man sich bei Amazon oder im Baumarkt noch diese kleine Schablone als Hilfsmittel, um den perfekten Randabstand des Lochs zu markieren. Dieses kleine Tool ist für 2 verschiedene Lochreihen ausgelegt. Also beim benutzen darauf suchte , was für eine Lochreihe ihr in die Seitenteile gebohrt habt. Ansonsten muss man wirklich sehr genau messen.

Sobald das Loch für den „Topf“ gebohrt ist, muss dieser noch mit 2 kleinen Schrauben befestigt werden. Das kann ziemlich schiefgehen, wenn man einen normalen Bohrer benutzt und nicht genau mittig ein Loch gebohrt bekommt. Wir haben uns daher sogenannte Zentrierbohrer bei Amazon bestellt. Die gibt es meist nur im amerikanischen Inch-Format. Das ist aber kein Problem. Passt mit unseren Schrauben auch zusammen.

Wie der Name schon sagt, zentrieren diese das Bohrloch immer. Dadurch wird es deutlich einfach das Topfscharnier auch wirklich gerade anzubringen.

Dadurch, dass wir eine Lochreihe in die Seitenteile gebohrt haben, bevor wir den Faceframe montiert haben, der die gleiche Dicke wie die Tür hat und wir für die Topfscharniere das Tool benutzt haben passt die Tür jetzt genau Bündig in den Auschnitt.

Unsere Türen sichern wir mit solchen Schnappverschlüssen gegen ungewolltes Öffnen. Das Gegenstück wird einfach oben und unten im Schrank befestigt und die Schnapper an der Tür. Auch der TÜV war bei der Camperabnahme mit dieser Art der Verschlüsse sehr zufrieden.

Abschließend haben wir alle Türen noch feingeschliffen und dann in mehreren Schichten lackiert. Fehlen nur noch die Griffe.

 

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