Bambusparkett im DIY-Van

Nachdem wir die Bodenplatte fertig montiert haben muss als nächstes unser Bodenbelag darauf verklebt werden.

Wir haben uns für Bambus entschieden. Genauer gesagt für Bambusparkett (Flexbamboo) in Staboptik (ca.17mm breite Stege). Das gibt es auf Rolle zu kaufen und ist nur unschlagbare 3 mm dick. Wir haben es in der Ausführung „karbonisiert“ gekauft. Dadurch ist es schonmal etwas versiegelt und hat einen warmen, honigfarbenen Ton.

Es kommt in einer Breite von 200cm und in Wunschlänge. Da unser Wohnraum natürlich länger ist als 200 cm, mussten wir hier einen kleinen Trick für den Übergang anwenden.

Verarbeitung und Montage

Das Parkett lässt sich mit einer Mehrzweckschere oder einem Cutter sehr gut schneiden, so das Aussparungen und Rundungen kein Problem sind.

 

Zuschnitt des Parketts mit der Mehrzweckschere

 

Wir haben als Schablone die OSB-Platten des Unterbodens genommen und mit einem Marker auf die Unterseite des Parketts angezeichnet.

Für die Verklebung haben wir handelsüblichen Parkettkleber mit einem Zahnspachtel aufgetragen.

Anschließend haben wir die Zugeschnittene Rolle fest angedrückt und bis zum Aushärten beschwert.

Für den Übergang haben wir eine 2-Stäbchen breite Leiste vom Parkett abgeschnitten und quer verlegt. Und dann den hinteren Teil wie vorne verlegt.

Dadurch ist es deutlich einfacher den Übergang sauber zu gestalten, da man die Leisten nicht passgenau aneinanderfügen muss. Außerdem bekommt man dadurch optische Trennung von vorderem und hinterem Wohnbereich.

Versiegelung des Parketts

Wir haben zwar die karbonisierte Ausführung gekauft, d.h. dass das Banbusparkett bereits versiegelt ist, aber wir waren uns nicht 100% sicher, wie gut diese Versiegelung auch gegen Wasser, Abrieb und so weiter beständig ist.

"Le Tonkinois" Öllack

Daher haben wir es in 4 Schichten mit einem Öl-Lack von Le Tonkinois versiegelt. Das ist ein Mix aus Leinöl, Tungöl und verschiedenen Harzen. Dieser Lack wird schon seit Ewigleiten im Bootsbereich verwendet. Esrist zu 100% natürlich und besitzt somit keine chemischen Beschleuniger oder ähnliches. Dadurch gibt es auch keine Geruchsbelastung.

Dafür haben wir das Parkett erst einmal komplett mit sehr feinem Schleifpapier abgeschliffen und gründlich gereinigt. Anschließend die erste Schicht mit einem Pinsel aufegetragen. Wichtig ist, dass ihr hier sehr dünnschichtig auftragt, denn sonst bleibt überschüssiges Öl auf dem Parkett stehen und wird klebrig. Haltet euch auf jeden Fall an die angegebenen Verarbeitungshinweise. Denn klebrige Reste von Öl-Lack zu entfernen ist sehr aufwändig und manchmal gar nicht mehr möglich.

Das haben wir 2 mal wiederholt. Jeden Schicht muss dazwischen 24h trocknen und für ein glattes Finish haben wir jeweils mit 180er Schliefpapier zwischengeschliffen. 

Das Öl trocknet glänzend aus, was wir nicht wollten. Daher haben wir der letzten Schicht das Mattierungsmittel „Gelomat von Le Tonkinois zugefügt. Damit kann man das Finish von Seidenglänzend, über Seidenmatt bis komplett Matt selbst einstellen.

Nach dem Aushärten hat das Parkett jetzt 4 Schutzschichten und damit eine dauerhafte, sehr beständige Oberfläche.

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